Schulkonzept

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebes Kollegium und verehrte Partner,

als Schulleiterin der Saaletal-Schule freue ich mich, Ihnen unser aktuelles und zukunftsweisendes Schulkonzept vorzustellen. Dieses Konzept ist das Ergebnis unserer intensiven Schulentwicklungsarbeit der letzten Jahre und spiegelt unser tiefes Engagement für eine umfassende und individuelle Förderung unserer Kinder und Jugendlichen wider.
Saaletal-Schule: Miteinander Stärken entfalten. Vielfalt leben. Zukunft gestalten.

Unser Pädagogisches Fundament: 5 Säulen des Erfolgs

1. Joyful Learning: Mit Freude Lernen Wir schaffen eine positive, ermutigende Lernatmosphäre, in der Neugier und intrinsische Motivation im Zentrum stehen. Basierend auf einer sonderpädagogischen Grundhaltung setzen wir auf differenzierte und individualisierte Lernangebote, die der Vielfalt der Schülerschaft gerecht werden. - Methodenvielfalt: Multisensorisches Lernen an Stationen, handlungsorientierter Unterricht und kooperatives Lernen mit Helfersystemen. - Lernatmosphäre und Kompetenzorientierung: Ein Fokus auf Kompetenzentwicklung und individuelle Lernfortschritte schafft ein ermutigendes Umfeld mit einer positiven Fehlerkultur. - Ergänzend zum Klassenunterricht wählen die Schüler interessengeleitet aus einem breiten Spektrum an Arbeitsgemeinschaften Angebote in den Bereichen Sport, Kreativität und Musik sowie Schulhund oder Experimentieren und anderes. Regeln beachten. Klare Strukturen und verbindliche Regeln geben Orientierung und schaffen einen sicheren Rahmen für Entwicklung und Lernen. - Sozialziele: Die Schülerinnen und Schüler definieren gemeinsam Sozialziele, die fächerübergreifend in den Unterricht integriert werden. Dies fördert gezielt die sozial-emotionale Kompetenz im Schulalltag. - Pädagogische Haltung: „Neue Autorität“: Wir orientieren uns am Konzept der Neuen Autorität (Haim Omer), das auf „Stärke statt Macht“ setzt. Statt auf hierarchische Macht setzen wir auf pädagogische Präsenz und eine klare Haltung der Sorge und Verantwortung (Präsenz und Beziehung). Wir vermitteln Halt und setzen klare Grenzen, ohne zu demütigen. Das Ziel ist eine wertschätzende, belastbare Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülern (Wachsame Sorge). - Multiprofessionelle Vernetzung: Um die Einzellehrkraft zu entlasten und ein starkes pädagogisches Netz zu knüpfen, arbeiten wir eng zusammen. Wir vernetzen uns intensiv mit Eltern, der Jugendsozialarbeit (JaS) und den HPT-Mitarbeitenden und tragen gemeinsam Verantwortung. Die gesamte Schulgemeinschaft signalisiert: „Wir sind da und wir geben nicht auf.“ Dies stärkt das kollektive Verantwortungsgefühl und die pädagogische Sicherheit. - Null-Toleranz-Prinzip: Wir verfolgen eine klare Linie gegen jede Form von Gewalt. - Schutzkonzept: Alle an der Schule Tätigen verpflichten sich, bereits Ansätze von Gewalt transparent zu machen. Durch dieses gemeinsame Vorgehen schaffen wir einen sicheren Lebens- und Lernraum für alle.

I. Unser Profil als Sonderpädagogisches Förderzentrum (SFZ)

Die Saaletal-Schule ist ein Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) im Landkreis Bad Kissingen. Unser zentraler Auftrag ist es, Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache und emotionale-soziale Entwicklung (esE) individuell zu begleiten und bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten.

Unser Leitbild: Unsere Arbeit basiert auf Wertschätzung, Toleranz und der tiefen Überzeugung, dass jedes Kind das Recht auf Bildung und volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hat. Wir schaffen einen sicheren Raum, in dem Neugier und Freude am Lernen gedeihen können.

Trägerschaft: Caritas-Schulen gGmbH
Landkreis Bad Kissingen

 

Hauptstandort Saaletal-Schule

Verwaltung

Kapellenstr. 10 97688 Bad Kissingen
0971/61184 sfz@saaletal-schule.de
Außenstelle Saaletal-Schule Kissinger Str. 80 97762 Hammelburg
09732/4640 sfz-hab@saaletal-schule.de
SVE/HPT KG

Schulvorbereitende Einrichtung

Heilpädagogische Tagesstätte

Saaletal-Schule

Im Gebäude der Franz-von-Prümmer-Schule

Peter-Heil-Str. 38 97688 Bad Kissingen
0971 64221
SVE/HPT

Fuchsstadt

Saaletal-Schule

Im Gebäude der Katharinen-Schule

Am Wiesenweg 16 97727 Fuchsstadt
09732 6503

 

II. Struktur und Umfang der Förderung (Schuljahr 2025/2026)

Unsere Schule zeichnet sich durch eine dezentrale Struktur aus, um die Nähe zu den Familien und eine optimale Förderatmosphäre zu gewährleisten. Das Angebot umfasst die schulische Förderung sowie die schulvorbereitende und die heilpädagogische Betreuung.

1.   Förderzentrums-Klassen

Standort

 

Klassen

Schülerinnen und Schüler

Betreuung am Nachmittag im Schulhaus

Bad Kissingen

13

161

Offene Ganztagsschule (OGS)

Hammelburg

7

95

Offene Ganztagsschule (OGS)

Gesamt

20

256

Stand Oktober 2025

 

2.   Schulvorbereitung, Heilpädagogik und Nachmittagsbetreuung

Wir bieten umfangreiche Betreuungs- und Förderangebote an unseren Außenstellen, die die frühe und die ergänzende Förderung sicherstellen:

Einrichtung

Standort Gruppen Kinder/Schüler Träger der Betreuung
SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) Bad Kissingen (Peter-Heil-Str.)

4

66 (Gesamt SVE)

Caritas-Schulen gGmbH

SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) Fuchsstadt (Am Wiesenweg)

3

66 (Gesamt SVE)

Caritas-Schulen gGmbH

HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) Bad Kissingen (Peter-Heil-Str.)

4

44

Caritas-Schulen gGmbH

HPT (Heilpädagogische Tagesstätte) Fuchsstadt (Am Wiesenweg)

4

33

Caritas-Schulen gGmbH

OGS (Offener Ganztag) Bad Kissingen

2

23

Schulhaus

OGS (Offener Ganztag) Hammelburg 1 12

Gfi

Stand Oktober 2025

 

III. Unser Pädagogisches Fundament: 5 Säulen des Erfolgs

Unser tägliches Handeln orientiert sich an fünf klaren, kindzentrierten Prinzipien, die das Fundament unseres Miteinanders bilden und für die gesamte Schulgemeinschaft gelten. Um hierbei den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Schülerschaft gerecht zu werden, haben wir in den letzten zwei Jahren neben Altbewährtem zentrale konzeptionelle und strukturelle Neuerungen im Schulalltag verankert.

  1. Joyful Learning: Mit Freude Lernen

Wir schaffen eine positive, ermutigende Lernatmosphäre, in der Neugier und intrinsische Motivation im Zentrum stehen.

Basierend auf einer sonderpädagogischen Grundhaltung setzen wir auf differenzierte und individualisierte Lernangebote, die der Vielfalt der Schülerschaft gerecht werden.

  • Methodenvielfalt:Multisensorisches Lernen an Stationen, handlungsorientierter Unterricht und kooperatives Lernen mit Helfersystemen.
  • Lernatmosphäre und Kompetenzorientierung:Ein Fokus auf Kompetenzentwicklung und individuelle Lernfortschritte schafft ein ermutigendes Umfeld mit einer positiven Fehlerkultur.
  • Ergänzend zum Klassenunterricht wählen die Schüler interessengeleitet aus einem breiten Spektrum an Arbeitsgemeinschaften Angebote in den Bereichen Sport, Kreativität und Musik sowie Schulhund oder Experimentieren und anderes.
  1. Holistic Health: Gesund bleiben

Wir legen Wert auf die körperliche und seelische Gesundheit durch Bewegung, gesunde Ernährung und Achtsamkeit.

  • Bewegung im Alltag:Regelmäßige Bewegungspausen sind fester Bestandteil des Unterrichts. Für Schülerinnen und Schüler mit hohem Bewegungsdrang bieten wir gezielte individuelle Auszeiten an.
  • Ernährungskonzept: Wir fördern gesundes Essverhalten durch die Einschränkung stark zuckerhaltiger Lebensmittel und Getränke. Zudem steht ein Wasserspender allen Kindern kostenfrei zur Verfügung. Außerdem wird wöchentlich ein „Gesundes Pausenfrühstück“ zum Selbstkostenpreis angeboten, das von Schülerinnen und Schülern zubereitet wird.
  • Beratung und Krisenintervention: Bei Konflikten, Problemen oder psychischen Belastungen bieten wir ein engmaschiges Netz an Ansprechpartnern. Als erstes niederschwelliges Angebot haben neben den Klassenlehrkräften die Jugendsozialarbeiterinnen (JaS), die Vertrauenslehrkräfte sowie die Schulleitung stets ein offenes Ohr für die Belange der Kinder und Jugendlichen. Bei Bedarf stehen weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote durch Fachkräfte zur Verfügung (s. V.)
  1. Clear Compass: Regeln beachten

Klare Strukturen und verbindliche Regeln geben Orientierung und schaffen einen sicheren Rahmen für Entwicklung und Lernen.

  • Sozialziele:Die Schülerinnen und Schüler definieren gemeinsam Sozialziele, die fächerübergreifend in den Unterricht integriert werden. Dies fördert gezielt die sozial-emotionale Kompetenz im Schulalltag.
  • Pädagogische Haltung: „Neue Autorität“: Wir orientieren uns am Konzept der Neuen Autorität (Haim Omer), das auf „Stärke statt Macht“ setzt. Statt auf hierarchische Macht setzen wir auf pädagogische Präsenz und eine klare Haltung der Sorge und Verantwortung (Präsenz und Beziehung). Wir vermitteln Halt und setzen klare Grenzen, ohne zu demütigen. Das Ziel ist eine wertschätzende, belastbare Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülern (Wachsame Sorge).
  • Multiprofessionelle Vernetzung: Um die Einzellehrkraft zu entlasten und ein starkes pädagogisches Netz zu knüpfen, arbeiten wir eng zusammen. Wir vernetzen uns intensiv mit Eltern, der Jugendsozialarbeit (JaS) und den HPT bzw. OGS-Mitarbeitenden und tragen gemeinsam Verantwortung. Die gesamte Schulgemeinschaft signalisiert: „Wir sind da und wir geben (dich) nicht auf.“ Dies stärkt das kollektive Verantwortungsgefühl und die pädagogische Sicherheit.
  • Null-Toleranz-Prinzip:Wir verfolgen eine klare Linie gegen jede Form von Gewalt.
  • Schutzkonzept:Alle an der Schule Tätigen verpflichten sich, bereits Ansätze von Gewalt transparent zu machen. Durch dieses gemeinsame Vorgehen schaffen wir einen sicheren Lebens- und Lernraum für alle.
  1. Open Dialogue: Miteinander sprechen

Wir pflegen eine offene und respektvolle Kommunikationskultur, in der Konflikte konstruktiv gelöst werden und Partizipation sowie ein gutes Miteinander eine wichtige Rolle spielt.

  • Konstruktive Konfliktkultur und Deeskalation: Wir legen großen Wert auf einen konstruktiven Umgang mit Konflikten. Unser Kollegium wird gezielt darin geschult, auch in schwierigen Situationen die eigene pädagogische Haltung zu bewahren und Eskalationen durch gewaltfreie Strategien präventiv zu begegnen oder sicher zu beenden.
  • Partizipation und Demokratiebildung: Wir fördern die aktive Mitgestaltung des Schullebens durch klare Strukturen. Einmal im Monat kommen alle Mitglieder der Schulgemeinschaft zu einer Schulversammlung zusammen, um den Austausch zu fördern und Transparenz zu schaffen.
  • Direkter Dialog:Die Schulleitung nimmt regelmäßig an Klassensprecherversammlungen teil, um die Schülerinnen und Schüler direkt in Entscheidungsprozesse einzubinden.
  • Stärkung der SMV:Die Arbeit der Schülermitverantwortung wird durch feste SMV-Beauftragte und die Vernetzung mit anderen Schulen gefördert.
  • Stärkung der Schulgemeinschaft: Um das Miteinander und das Wir-Gefühl zu festigen, haben wir unser Veranstaltungsangebot wiederbelebt und intensiviert. Dabei stehen beispielsweise die Durchführung von Schulausflügen (z. B. gemeinsames Eislaufen) und thematischen Projekttagen zu Schwerpunkten wie z.B. Selbstbewusstsein oder Miteinander genauso im Fokus wie die Etablierung eines lebendigen Veranstaltungskalenders mit Sommerfesten, Weihnachtsbasaren sowie thematischen Feiern (z. B. Schulkino, Halloween, Fasching).
  1. Mutual Trust: Vertrauen schaffen

Vertrauen zwischen Schülern, Lehrkräften und Eltern ist die unabdingbare Basis für eine erfolgreiche Förderung.

  • Erziehungspartnerschaft: Über den regelmäßigen Kontakt hinaus intensivieren wir die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten durch gezielte Themen-Elternabende zu aktuellen Erziehungsfragen (z. B. Handynutzung, Vapen). Als Ort für informelle Begegnungen und den Austausch zwischen Elternschaft und Schule ist die Einführung eines Eltern-Cafés geplant.
  • Lernentwicklungsgespräche (LEG): Die LEGs dienen der Vertiefung des persönlichen Kontakts zwischen Elternhaus und Klassenleitung. In einem gemeinsamen Dialog mit den Kindern und Jugendlichen werden Lernfortschritte reflektiert, individuelle Fördermöglichkeiten besprochen und verbindliche Entwicklungsziele vereinbart.

IV. Schulentwicklung und Innovation: Unsere Neuerungen

Schule ist im Wandel. So bauen auch wir unsere fünf Säulen stetig weiter aus, um der Vielfalt unserer Schülerinnen gerecht zu werden.

1.      Stärkung von Schulgemeinschaft und Partizipation

(vgl. joyful learning, clear compass, open dialogue und mutual trust)

Die aktive Teilhabe aller Mitglieder sowie die Schaffung einer Wohlfühlatmosphäre als Grundlage für erfolgreiches Lernen sind uns ein zentrales Anliegen.

Schulkultur und Partizipation

  • Demokratiebildung:Einführung regelmäßiger Klassensprecher- und Schulversammlungen mit der Schulleitung sowie verbindlicher Sozialziele.
  • Gemeinschaft stärken:Intensivierung gemeinsamer Events zur Förderung des Miteinanders.
  • Erfolgreiche SMV-Arbeit:Durch gezielte Förderung der Schülermitverantwortung stellten wir in zwei aufeinanderfolgenden Jahren den Regionalschülersprecher.

Lebensraum Schule & Wohlbefinden

  • Schulhausgestaltung:Optische Aufwertung durch Neuanstriche und Bilder. Das Lehrerzimmer wurde funktional in Kommunikations- und Ruhezonen unterteilt.
  • Stille Pause:Etablierung eines Rückzugsangebots zur Förderung der Achtsamkeit und zur gezielten Entlastung im Schulalltag.

2.   Individuelle Förderung und Pädagogische Konzepte

(vgl. joyful learning, clear compass, open dialogue und mutual trust)

Wir stellen sicher, dass unsere Förderangebote alle Schülerinnen und Schüler erreichen und die Leistungsbewertung transparent ist.

  • Teilhabe durch Vormittags-AGs:Um alle Schüler unabhängig von der Nachmittagsbetreuung zu erreichen, sind Arbeitsgemeinschaften (z. B. Mountainbike, Yoga, Schulhund, Kreatives Gestalten, Tennis, Musizieren, Tanz) fest im Wahlpflichtbereich des Vormittags verankert.
  • Kompetenzorientierte Bewertung:Statt klassischer Noten setzen wir auf kompetenzorientierte Rückmeldung zur Lernentwicklung.
  • In der Oberstufe arbeiten wir nach dem Prinzip des KOMPASS-Modells (ISB). Auch hierrücken wir individuelle Stärken statt Defizite in den Fokus.
  • Lernentwicklungsgespräche (LEG) ersetzen das Zwischenzeugnis, um individuelle Fortschritte stärkenorientiert und transparent zu dokumentieren. Der Verzicht auf reine Ziffernnoten, die oft die Lernschwierigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler stigmatisieren, zugunsten kompetenzorientierter Zeugnisse und Lernentwicklungsgespräche (LEG) fördert die intrinsische Motivation und Selbstwirksamkeit der Schüler. Dieses formative Feedback dokumentiert nicht nur den aktuellen Lernstand, sondern definiert konkrete nächste Entwicklungsschritte. Zudem ermöglicht das System eine direkte Verzahnung der Förderplanung (BayEUG) mit den Kompetenzrastern des Unterrichts für eine evidenzbasierte, individuelle Förderung.
  • Pädagogische Haltung:Unsere Arbeit basiert auf dem Konzept der „Neuen Autorität“ nach Haim Omer.
  • Gezielte Fortbildung:Das Kollegium qualifiziert sich kontinuierlich intern und extern (ALP Dillingen, Netzwerk Inklusion) zu Themen wie Sonderpädagogik (u. a. Rechenschwierigkeiten, Gutachtenerstellung), Gesundheit (Epilepsie, Diabetes), Deeskalation (ProDeMa) und KI im Unterricht.
  • Medienbildung & Prävention:Ein handyfreier Vormittag (Nutzung von Handy-Safes) und eine regelmäßige Social-Media-Sprechstunde fördern einen bewussten Umgang mit digitalen Medien.

3.    Gezielter Umgang mit besonderem Förderbedarf (esE)

Die Förderung im Bereich emotional-soziale Entwicklung (esE) wird immer bedeutsamer in unserer Arbeit:

  • Heilpädagogische Intensivklasse (in Planung): Um Kinder mit besonders hohem Unterstützungsbedarf im Bereich esE noch gezielter aufzufangen, arbeiten wir derzeit an der Konzeption einer heilpädagogischen Intensivklasse. Ziel ist ein hochspezialisiertes Förderangebot innerhalb des Schulzentrums.
  • Erweitertes JaS-Team: Die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) wurde signifikant erweitert. Mit einer vollen Stelle in Bad Kissingen und einer halben Stelle in Hammelburg stellen wir eine engmaschige psychosoziale Begleitung sicher, die nun auch JaS-Stunden in der Grundschulstufe (GS-Stufe) einschließt.

V. Übergänge und Vernetzung

  1. Multiprofessionalität und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Saaletal-Schule versteht die Vielfalt ihrer Schülerschaft als Chance und Lernumfeld. Da rein schulische Ansätze bei komplexen Förderbedarfen oft nicht ausreichen, ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit externen Partnern ein elementares Prinzip unserer pädagogischen Arbeit.

  • Kollegiale Interaktion:Die enge Abstimmung zwischen Lehrkräften, Sonder- und Heilpädagogen sowie dem Personal der HPT/OGS und SVE ist gelebte Praxis. Fachperspektiven aus Didaktik, Therapie und Sozialpädagogik fließen direkt in die individuellen Förderpläne ein.
  • Externe Fachdienste:Eine systematische Kooperation mit Jugendämtern, medizinischen Diensten, Therapeuten, der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Frühförderstellen sichert eine ganzheitliche Sicht auf das Kind und eine lückenlose Versorgungskette.
  • Gemeinsame Fallarbeit:Fest verankerte Fallbesprechungen unter Einbeziehung aller relevanten Akteure (z. B. JaS, HPT, Lehrkräfte) gewährleisten die Kohärenz pädagogischer Maßnahmen und entlasten die einzelnen Berufsgruppen.
  1. Berufsorientierung und externe Partner

Wir bereiten unsere Schülerinnen und Schüler gezielt auf den Übergang in die Arbeitswelt vor. Dabei setzen wir auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis:

  • Praxisnahe Lernfelder: Bereits Ende der 7. Jahrgangsstufe absolvieren die Schüler ein einwöchiges Schnupperpraktikum. In den Klassen 8 und 9 folgen jeweils zweiwöchige Betriebspraktika pro Halbjahr (Praktika). Um die Kontinuität in der Arbeitswelt zu festigen, absolvieren Schüler der 8. Klasse im Anschluss an ihre Praktika einen regelmäßigen wöchentlichen Praxistag. Zudem arbeiten wir an der Einführung von Schülerfirmen (z. B. Projekt „Pausenverkauf“).
  • Kooperationen und Abschlüsse: Neben der langjährigen Zusammenarbeit mit der Anton-Kliegel-Mittelschule zur Erlangung des externen Abschlusses findet ein regelmäßiger Austausch mit dem MSD der Adolph-Kolping-Berufsschule, sowie die Zusammenarbeit mit externen Bildungsträgern (z. B. GbF) und enge Kooperation mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit
  1. Vernetzung zum Schuleintritt
  • Multiprofessionelle Vernetzungstreffen: Um Kindern mit Förderbedarf bereits beim Schuleintritt die bestmögliche Unterstützung zu bieten, haben wir multiprofessionelle Vernetzungstreffen mit Grundschulen, Gesundheitsamt, Frühförderstellen, Fachpersonal der SVEs sowie der Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD) und Hilfen (MSH) etabliert.
  • Ziel dabei ist eine fundierte Beratung der Eltern über den empfohlenen individuellen Bildungsweg und die frühzeitige Einleitung nötiger Hilfemaßnahmen.
  1. Der Förderkreis

Der Förderkreis der Saaletal-Schule ist ein unverzichtbarer Partner unserer Gemeinschaft. Er unterstützt die Schule sowohl finanziell als auch ideell bei Projekten, die über den regulären Schulbetrieb hinausgehen. Dazu zählen unter anderem Zuschüsse zu Schullandheimaufenthalten, Förderung von Wettbewerben und AG-Angeboten sowie die Unterstützung besonderer schulischer Aktivitäten.

 

Dank und Ausblick

Schule entwickelt sich und auch wir sind auf dem Weg um von und miteinander zu lernen. Schule ist mehr als ein reiner Lernort und das Miteinander spielt für uns eine zentrale Rolle. Wir danken allen Beteiligten für die engagierte Umsetzung dieses Konzepts. Gemeinsam stärken wir die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler.

Stefanie Lösch
Schulleitung der Saaletal-Schule Bad Kissingen
Februar 2026