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Mobiler sonderpädagogischer Dienst

 

 Der MSD des SFZ Bad Kissingen betreut Schüler mit Förderbedarf im Bereich Lernen, Sprache und sozial-emotionaler Entwicklung an den Regelschulen auf der Grundlage des veränderten BayEUG. Im Sinne des Angebotes „Hilfe zur Selbsthilfe“ werden von den Schulorten Bad Kissingen und Hammelburg aus Diagnose, Beratung, Förderung, Koordination und Fortbildung geleistet.  

 Im MSD-Team können wir auf Grund von unterschiedlichen Fachkompetenzen (wie S, L, SE, Sehen, Hören, GE....) auf entsprechenden Förderbedarf differenziert reagieren. Ein wesentlicher Bestandteil unseres Konzeptes ist der schwerpunktmäßige Einsatz an bestimmten Grund- und Hauptschulen, der sich aus der Öffnung der Regelschule für sonderpädagogische Modelle und ihrer Kooperations-Bereitschaft ebenso ergibt wie aus ihrem Bedarf. Dort bringt sich der MSD kontinuierlich und nachhaltig ein und wirkt an der Schulentwicklung der Regelschule mit.

 Für sonderpädagogische Notfälle der übrigen Schulen verfügen wir über ein zusätzliches Zeitkontingent (MSD auf Anfrage). Um möglichst flexibel einsetzbar zu sein, bietet der MSD den Regelschulen in diesen Fällen in erster Linie Diagnostik und Beratung an.

 Besondere Modelle der Zusammenarbeit gibt es in Kooperationsklassen und Auszeitmodellen,

 

Aufgaben des MSD

Das Rahmenkonzept und die Qualitätsmerkmale des MSD, herausgegeben von der Regierung von Unterfranken, vom 2. April 2004, fließen in die Arbeit mit ein.

Die MSD-Mitarbeiter planen den Einsatz in Zusammenarbeit mit den Ansprechpartnern ihrer zu betreuenden Regelschulen, i.B. mit deren Schulleitung. Gemeinsam werden die an sie gestellten Erwartungen und die von ihnen realisierbaren Leistungen geklärt.

 DiagnoseDer MSD diagnostiziert den individuellen Förderbedarf des Schülers durch teilnehmende Beobachtung in Unterricht und Schulleben, durch den Dialog mit dem Klassenlehrer, den Erziehungsberechtigten und dem Schüler sowie durch informelle und/oder standardisierte Verfahren. Auf Grund der förderdiagnostischen Ergebnisse erstellen MSD, Klassenlehrer und Eltern einen individuellen Förderplan.

 

 

Förderung

Die Förderung der Schüler soll in Zusammenarbeit mit dem Klassenlehrer in integrativen Lernsituationen stattfinden. Die Unterstützung durch den MSD ist kein Nachhilfeunterricht. MSD initiiert Förderung und fördert auf der Basis des individuellen Förderplanes den Schüler einzeln, in Kleingruppen oder gemeinsam mit dem Klassenlehrer (Teamteaching) im Unterricht.

 

Beratung

Der MSD bietet dem Klassenlehrer Beratung hinsichtlich der Unterrichtung heterogener Lerngruppen an. Er unterstützt den Klassenlehrer bei der Umsetzung des Förderplans und berät ihn bei der Schaffung angemessener unterrichtlicher Rahmenbedingungen für den Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Mit den Erziehungsberechtigten und dem Schüler steht er im Dialog über die schulischen Fördermöglichkeiten, zeigt außerschulische Unterstützungssysteme auf und berät bei Schullaufbahnentscheidungen.

 

 Koordination

Der MSD stimmt seine Fördermaßnahmen mit allen am Förderprozess Beteiligten ab. Die Kooperation mit dem Beratungslehrer, Schulpsychologen der jeweiligen Einsatzschule und ggfs. mit den MSD anderer sonderpädagogischer Fachrichtungen regt der MSD an. Er erschließt die Fördermöglichkeiten außerschulischer Fach- und Beratungsdienste und vermittelt den Erziehungsberechtigten die entsprechenden Kontakte, die er auch koordiniert.

 

Fortbildung

Auf Wunsch der kooperierenden Lehrkräfte oder des Lehrerkollegiums organisiert der MSD Fortbildungsmaßnahmen. Damit unterstützt er den Kompetenztransfer in die allgemeinen Schulen.

 

 Angebot

 Die einzelnen Arbeitsschwerpunkte variieren an jeder Schule entsprechend den personellen und zeitlichen Ressourcen, dem lokalen Bedarf sowie dem Gelingen der Kooperation aller am Förderprozess Beteiligten.

  • Beratung von Eltern und Lehrern an der Regelschule

    oder im Schulungs- und Beratungspunkt des SFZ Bad Kissingen, SchuBS

  • integrative Betreuung in Kooperationsklassen
  • Diagnose, Beratung und Förderung bei Sprach- und Sprechstörungen

    z. B. Aussprache, Grammatik, Wortschatz, Stottern

  • Unterstützung bei der Entwicklung schulinterner Förderkonzepte
  • Entwicklung präventiver Maßnahmen für alle Förderbereiche
  • Unterstützung beim Aufbau offener Unterrichtsformen
  • Entwicklung diagnosegeleiteter Förderung
  • Begleitung beim Aufbau einer „Lernwerkstatt“  
  • Trainingssequenzen zur Entwicklung von
  • Motivation
  • Lernstrategien
  • sprachlicher Kompetenz
  • sozialer Kompetenz
  • Vermittlung von Fördermaterialien und Programmen
  • Begleitung von Kindern mit ADS, LRS, Dyskalkulie(Rechenschwäche)
  • Planung und Durchführung schulhausinterner Fortbildungen
  • Mitgestaltung von Elternabenden
  • Unterstützung bei schulinternen Konzepten für den Umgang mit schwierigen

    Schülern (z.B. Auszeit) 

  • Beratung und Mitgestaltung beim Übergang von Kindergarten und Schule
  • Vernetzung mit außerschulischen Hilfs- und Fördereinrichtungen
  • Elterntraining zum Thema ADS (in Kooperation mit KJP-Praxis)
  • Begleitung von Lehrerinnen, die an ihrer Schule mit dem Programm „Faustlos“ arbeiten

     

Sonderpädagogische Beratungspunkt SchuBS

  

Der Schulungs- und Beratungspunkt der Saaletal-Schule ist ein Angebot des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes.

Somit hat eine fachlich fundierte, kooperative Beratung einen strukturierten Rahmen gefunden. Hier wird eng mit allen schulischen und außerschulischen Beratungsdiensten zusammengearbeitet.

Der Beratungspunkt ist außerdem Plattform und Forum für Arbeitskreise und Fortbildungen. Kollegen, aber auch Eltern, können sich dort zusätzlich von einer aktuellen Medien- und Materialsammlung Anregungen für die Förderung holen. Er ist eine Schnitt- und Schaltstelle im Netzwerk von schulischem Fachpersonal.

Von dort aus werden auch Elternschulungen, Workshops und Trainingseinheiten von und für schulische Mitarbeiter und außerschulischen Partnern organisiert.

Weitere Informationen unter SchuBS

 

Meldeverfahren

Häufig haben schon im Vorfeld Beratungen, z.B. durch Beratungslehrer oder Schulpsychologen stattgefunden. In diesen Fällen ist eine Zusammen- bzw. Weiterarbeit sehr sinnvoll und kann nach einer Schweigepflichtsentbindung auch geschehen.